Margen-Rechner
Gib alle Preise eines Marktes ein und sieh, was der Buchmacher einbehält — und welche faire Linie darunter liegt.
Der Markt
Für Drei-Wege-Märkte ein Ergebnis hinzufügen, für Siegwetten entsprechend mehr.
Was der Buchmacher verlangt
Faire Linie, Marge entfernt
Die Marge ist der Preis für das Recht, eine Meinung zu haben. Zwei Buchmacher, dasselbe Spiel — und der Unterschied ist Geld.
Die Marge ist der Preis der Wette
Ein fairer Zwei-Wege-Markt bepreist beide Seiten mit 2.00. Die impliziten Wahrscheinlichkeiten liegen bei 50 % und 50 %, summieren sich auf genau 100 %, und keine Seite hat einen Vorteil. Reale Märkte stehen bei 1.90 und 1.90: diese Impliziten betragen je 52,63 %, summieren sich auf 105,26 %, und die überschüssigen 5,26 Punkte sind die Marge des Buchmachers — der Overround. Welche Seite du auch spielst, du zahlst sie. Margen schwanken stark: Hauptlinien scharfer Buchmacher liegen unter 2 %, während Siegwetten und Spielermärkte regelmäßig 8 % und mehr tragen — dort wissen die Buchmacher ihre Preise am wenigsten geprüft.
Das Entfernen der Marge ergibt die faire Linie, die No-Vig-Linie. Dieser Rechner macht das proportional — jede Implizite geteilt durch ihre Summe, sodass sie wieder genau 100 % ergeben — und diese faire Linie ist der Bezugspunkt jeder +EV-Entscheidung: eine Wette hat nur positiven Erwartungswert, wenn deine Wahrscheinlichkeit die faire übertrifft, nicht bloß die bepreiste. Eine offene Grenze: reale Buchmacher legen mehr Marge auf unwahrscheinliche Ergebnisse, in einem Markt mit klarem Favoriten unterschätzt diese Methode ihn also leicht. Bei ausgewogenen Linien ist die Verzerrung klein; bei Lotterie-Siegwetten ist die faire Linie eine Schätzung.
Dasselbe Spiel bei zwei Buchmachern
- Freizeit-Buchmacher
- 1.90 / 1.90 · Marge 5,26 %
- Scharfer Buchmacher
- 1.98 / 1.98 · Marge 1,01 %
- Faire Linie, beide
- 2.00 / 2.00 · je 50 %
- Dein EV bei echten 50 %
- −5 % gegen −1 % pro Wette
Gleiche Meinung, gleiches Spiel. 100 zweihundertmal gesetzt kostet beim ersten Buchmacher 1.000 und beim zweiten 200: die acht Cent Quotenunterschied sind 800 über eine Saison. Das ist der billigste Vorteil im Wetten, und er braucht kein Modell.
Fragen
Welche Marge ist akzeptabel?
Bei Hauptlinien in Fußball und Tennis gilt unter 3 % als scharf, 4–5 % als normal bei einem Freizeitbuchmacher, über 7 % zahlst du viel für das Recht, eine Meinung zu haben. Vergleiche denselben Markt bei mehreren Buchmachern.
Sind Auszahlungsquote und Marge dasselbe?
Zwei Lesarten derselben Zahl. Eine Marge von 5,26 % entspricht einer Auszahlungsquote von 95 %: der Buchmacher erwartet, über den gesamten Markt 95 von je 100 Einsatz zurückzugeben. Die Auszahlungsquote vergleicht sich leichter.
Warum summieren sich die fairen Wahrscheinlichkeiten auf genau 100 %?
Weil genau das die Entfernung der Marge bedeutet. Die bepreisten summieren sich auf mehr als 100 %; teilt man jede durch diese Summe, werden sie so skaliert, dass sie eins ergeben — was ein kohärenter Satz Wahrscheinlichkeiten tun muss.
Funktioniert das bei Drei-Wege- oder Siegwetten-Märkten?
Ja — füge so viele Ergebnisse hinzu, wie der Markt hat. Die Mathematik ist für jede Anzahl von Ergebnissen identisch, solange du alle eingibst. Lässt du eines weg, wird die Marge unterschätzt.
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